Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Erfolg. (Oscar Wilde)

Der Frust sitzt tief und keine Lösung ist in Sicht. Da helfen auch die Tipps vieler Golfer-Kollegen wenig. Mit jedem Ratschlag fühlen Sie sich unsicherer… Schliesslich wissen ja alle Bescheid, wie man Golf spielt – Nur SIE nicht.

Jetzt heisst es, raus aus der Abwärtsspirale

Zuerst einmal gilt es die Bremse zu ziehen. Je nach Situation wird es Ihnen schneller oder langsamer gelingen. Ziehen können Sie die Notbremse aber nur, wenn Ihnen bewusst ist, dass Sie sich im „Jammertal“ befinden. Sind Sie der Typ, der öfters einmal in diese Falle gerät, dann ist mein heutiger Artikel genau richtig für Sie.

So finden Sie wieder zurück ins Spiel

Nehmen wir an, Sie sind nun gerade in einer solchen Situation. Was meinen Sie, wo liegt Ihre Aufmerksamkeit? Auf der Abwärtsspirale oder auf dem Rettungsanker?

Bleiben Sie im Tief stecken oder helfen Sie sich wieder raus? Ich nehme jetzt einmal an, dass Sie in Ihrem Business (egal ob Manager oder Sportler) gelernt haben, nicht zuzugeben, dass Sie verunsichert sind.
Was denken Sie? Wie machen Sie das? Richtig sie ignorieren Ihre Unsicherheit und versuchen mit mehr Wille und somit Druck auf sich, alles wieder hinzu bekommen.

Unser System funktioniert jedoch nicht immer so und schon gar nicht beim Golf spielen.

Erkenntnis ist die halbe Lösung

Ohne Bewusstsein erlangen Sie keine für Sie geeignete Lösung.

Die Gründe dafür sind so vielseitig wie die Menschen. Hier jedoch einige Inputs, die ich im Laufe meiner Tätigkeit als Mentalcoach für Golfer erfahren habe.

Sie fallen in Ihr altes „technisches“ Denken.
Alles was noch nicht gefestigt ist, wird Sie beschäftigen, weil Sie wahrnehmen, dass da noch Lücken sind. Lücken kann man jedoch nur schliessen, wenn man weiss wo und wie.

Sie setzten sich unter Druck, weil Sie wissen, dass Sie dort (bei einem bestimmten Loch, bestimmten Hindernis) das letzte Mal schlecht gespielt haben. Aus Erlebnissen gibt es Erfahrungen und auf Erfahrungen handeln Sie. Wenn Sie schon wissen, dass Sie an bestimmten Stellen schlecht spielen wird Ihnen das Unterbewusstsein recht geben und Sie schlecht spielen lassen.

Sie setzten sich unter Druck, weil Sie wissen, dass der Score Ihres Flightpartners besser ist.
Genau dann versuchen Sie dies wett zu machen. Vielleicht indem Sie sich ab jetzt noch besser konzentrieren wollen und von sich erwarten, dass es besser läuft. Erwarten heisst jedoch, auf etwas warten und das kann man bekanntlich lange.

Sie setzen sich unter Druck, weil Sie denken, dass Sie Ihre Flightpartner mit Ihrem Spiel aufhalten.
Jetzt machen Sie sich kleiner als Sie sind. Wissen Sie garantiert zu 100%, was die anderen über Sie denken? Ich behaupte jetzt einmal, da ist ein Film, der sich in Ihrem Kopf abspielt, und Sie haben das Drehbuch geschrieben.

Dies sind nur 4 Situationen von vielen, wie es zu einer Abwärtsspirale kommen kann. Das Schlimmste ist jedoch, wenn Sie nicht wissen warum. Und genau darum lege ich Ihnen ans Herz: Finden Sie heraus, weshalb Sie in diese Spirale kommen. Dann können Sie, wie viele meiner Kunden, an dieser Herausforderung arbeiten und eine clevere Lösung für sich finden.

Aus der Praxis

Gedanken eines Golfers und Unternehmers auf die Frage, ob er schlechte Schläge kennt?

Oh ja, das kenne ich. Diese schlechten Schläge, wo du am liebsten im Boden versinken oder deinen Frust raus lassen möchtest. Das kenne ich übrigens auch im Business. Wenn dir etwas misslingt, gehört eine Portion Wille dazu, es anzugehen und besser zu machen. Der Trick ist jedoch, den Druck auf sich selber in Balance zu halten. Denn will ich etwas ganz fest, kann es auch sein, dass es nicht gelingt, weil man sich zu stark verkrampft und die Lockerheit verliert.

Ansätze um die eigene Lösung zu finden

Wie ich schon am Anfang dieses Artikels geschrieben habe, sind Ratschläge von andern auf die Schnelle vielleicht nützlich, langfristig macht jedoch nur Ihre eigenen Lösungen für Sie Sinn.
Ratschläge können jedoch einen Anstoss zu neuen, eigenen Lösungen geben. Darum hier ein paar Lösungsansätze, die Sie vor, nach oder während dem Golf spiel anwenden können, wenn Sie sich wieder einmal in einer Abwärtsspirale befinden:

  • Bleiben Sie kurz stehen und atmen Sie ruhig ein und aus.
  • Denken Sie an eine Situation, die Ihnen in einer anderen Situation Ruhe und Zuversicht gegeben hat.
  • Sprechen Sie auf jeden Fall immer respektvoll mit sich selber.
  • Ein Smiley oder ein Stoppschild am Bag kann Sie zum Innehalten bewegen.
  • Visualisieren Sie Ihren Schwung, indem Sie die Augen schliessen und sich Ihren perfekten Schwung vorstellen.
  • Nehmen Sie einen Schläger, dem Sie vertrauen.
  • Schreiben Sie auf der Runde einmal nur Ihre guten Schläge auf und lassen Sie den Score einmal beiseite.
  • Überlegen Sie sich, weshalb Sie denken, dass jemand etwas über Sie denkt.

Überlegen Sie sich, weshalb Sie denken, dass jemand etwas über Sie denkt.

Die oben genannten Punkte sind nur Beispiele. Sollten Sie langfristige Erfolge erreichen wollen, empfehle ich Ihnen, Ihre eigene Lösung zu finden und vor allem zu trainieren.
Denn was stetig wiederholt wird, wird bleiben, alles andere geht.

Wie machen es die Profis

  • Sich der eigenen Herausforderung bewusst werden.
  • Eine eigene Lösung finden.
  • Ausprobieren, was funktioniert.
  • Dranbleiben und täglich trainieren.

Zu guter Letzt

Den Ansporn, etwas zu ändern und sich weiter zu entwickeln, hat damit zu tun, dass Sie sich bewusst sind, dass Sie etwas nicht so machen, wie Sie es gerne hätten. Die Frage ist nur, wie Sie nun an diese Herausforderung herangehen. Kurzfristige Lösungen gibt es schnell einmal. Lösungen, die zu 100% in Ihre gewünschte Richtung zielen, gibt es nur durch stetiges Training. Sie haben eine Herausforderung, egal ob im Business oder beim Golf und möchten sich weiterentwickeln, dann bin ich gerne auf Augenhöhe dabei.

Text: Pascale Fahrni, Dipl. Sportmental Coach

Bilder: fotalia, sunnystudios, Daxio Productions